Wochenverlauf
Mittwochmorgen. Wahrscheinlich muss ich schon völlig erledigt aussehen, als ich auf meinem Stuhl im Arztzimmer sitze. Es ist mehr als grenzwertig. Ich habe so sehr Magenschmerzen, dass ich es kaum auf die Arbeit geschafft habe. Und ich habe vergessen, wie sedierend einige Antidepressiva sein können. Obwohl das für meinen Magen sicher nicht die beste Idee ist, muss ich mir auf der Station als erstes Mal einen Kaffee besorgen. Schon den zweiten heute Morgen. In der Hoffnung, dass das irgendetwas besser macht. Die Kollegen versorgen mich mit Pantoprazol und Kamillentee. Nachdem wir gestern mal gut besetzt waren, sind wir heute nur noch 50 % der Besetzung von gestern und rocken die Station zu Zweit. Und obwohl genug Zeit war, hat mein Kollege es nicht mal geschafft, seine EEGs auszuwerten. In der Visite darf ich mich in jedem Zimmer setzen und muss auch nur die Hälfte der Patienten mitlaufen. Einen Patienten muss ich noch vor dem Mittag punktieren. Mittag...