Vom Ende der Arbeitswoche
Es kommt immer irgendwann der Moment, an dem man wieder spürt, wie man anfängt wieder im Takt der Welt zu atmen. Zumindest punktuell. Vielleicht ist es das Wochenende, das vor mir liegt, das das erste Freie seit langer Zeit sein wird und mit einem – hoffentlich – wunderbaren Konzert zusammen mit meiner Schwester verbracht werden wird. Vielleicht liegt es an den Antidepressiva, die langsam endlich wirken. Oder auch daran, dass ich mich nicht mehr so alleine fühle, weil ich wieder spüren darf, dass es Menschen gibt, die mit mir gehen. Und vielleicht ist es auch der Frühling mit den helleren Tagen, dem frischen Grün auf den Bäumen, den ersten Blüten des Jahres. Und wahrscheinlich ist es von allem ein Bisschen. Und je nachdem, wie lange es vorher schwer war, grau und trüb, desto schöner ist dieser Moment. Und aktuell spüre ich einfach nur eine tiefe Dankbarkeit. Und ich weiß, das ist alles andere als stabil derzeit. Das dauert noch. Aber für den Moment ist es okay, für den Moment ist ...