Gespräche im Dienst
Sonntag. Dienst. Nicht nur meine psychische, sondern auch meine körperliche Verfassung ist langsam ziemlich am Ende. Ich rattere meinem Oberarzt ein paar Aufnahmen herunter. Es ist viel zu tun an diesem Sonntag. Zum Glück ist es nacheinander gut abzuarbeiten, aber ich komme auch nicht dazu, mich mal eine Minute irgendwo hinzusetzen. „Ey aber Mondkind, Deine Nase läuft ohne Ende“, unterbricht er mich zwischendurch. (Und auch wenn ich dann irgendwann weg bin, werde ich diesen typischen Tonfall nie vergessen). „Ja, ich bin etwas erkältet“, bestätige ich. „Hast Du irgendetwas genommen? Soll ich Dir etwas bringen? Brauchst Du Medikamente?“ „Alles gut, maximal eine Ibu, aber die habe ich auch hier in der ZNA“, entgegne ich. Und wieder sind es die Außen – Menschen, die sich kümmern. Nachfragen, ob ich etwas brauche. Und manchmal sind es solche simplen Konversationen, die irgendwie das Herz berühren. Am Abend davor hatte der Freund nochmal auf der Türschwelle...