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Kommt da die Rebellion?

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Auf der Arbeit passieren merkwürdige Dinge. Die mich sehr zum Nachdenken anregen. Wir haben eine neue Kollegin. Naja… - was heißt neu… Sie ist neu bei uns, aber nicht grundsätzlich neu im Job. Den Facharzt für Psychiatrie hat sie schon, zwei Jahre Neuro hat sie eigentlich auch schon gemacht, aber jetzt arbeitet sie eben bei uns. „Mondkind, gehen wir zusammen dopplern…?“, fragt sie. Nur kurz, nachdem ich mit ihr zusammen ein EEG ausgewertet und angemerkt habe, dass ich sicher nicht der Master of desaster in puncto EEG bin. „Können wir machen“, entgegne ich. Kurz bevor ich gehen will, kommt die Pflege nochmal. „Frau Mondkind, Patientin [xy] möchte sie sprechen.“ Die aus der Psychosomatik. Oh je… - ich beschließe nach dem Doppler sofort hinzugehen. Der Kollegin zeige ich indes, wie das Dopplergerät funktioniert. Der Patient hat ziemlich viel Kalk in den Gefäßen und ich frage mich schon, was wir da jetzt gleich für Strömungsgeschwindigkeiten messen und ob ich mich jetzt gle...

Klinik - Ideen und Begegnungen auf der Arbeit

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Es ist nicht okay. Ist es einfach nicht. Und ich wünschte, ich könnte ein paar Worte finden, die sich irgendwie passend anfühlen. Vermutlich sind das diese Zeiten, vor denen ich immer am meisten Angst habe. Wenn man nachts unzählige Male auf einem nassen Kissen aufwacht. Es nur noch darum geht, die Tage irgendwie zu überleben. Und man nur hoffen kann, dass das Hirn irgendwann sehr bald begreift, dass das nichts bringt, gegen das Leben zu rebellieren. Und nach fast zwei Wochen in diesem Zustand und nachdem bislang sämtliche Lösungsversuche gescheitert sind, bin ich einfach unfassbar erschöpft. Mit dem Helfersystem komme ich aktuell auch nicht weiter, obwohl ich versucht habe, es auf so viele Säulen zu stellen in der Hoffnung, dass einer immer da sein wird. (Psychiater – Update am Rand: Ich habe ihm nochmal eine Mail geschrieben, vorweg geschoben, dass ich nicht nerven möchte und ich weiß, dass er viel zu tun hat, aber dass es mir wichtig ist und ob wir nicht nochmal versuchen kö...

Zurück auf der Arbeit - mit einigen Paradoxen

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„Naja“, entgegne ich und mache eine lange Pause, ehe ich leise hinzufüge „wahrscheinlich werde ich versuchen zu arbeiten…“ Habe ich nicht ernsthaft vor einer Woche so formuliert. Wie gern würde ich die Aussage revidieren und heute nicht mehr so hier sitzen müssen. Jetzt heißt es zu versuchen, mit den Konsequenzen zu leben und wirklich in dem Zustand zu arbeiten. Was mehr als grenzwertig ist. Der Körper pfeift immer noch auf dem letzten Loch. Mit dem Schlafen klappt es nicht und der Bauch kann sich immer noch nicht entscheiden, was er jetzt will. Wenn ich nichts esse, schmerzt der Magen irgendwann vor Hunger. Wenn ich es mit Essen versuche, folgen die Schmerzen aber auch auf dem Fuße. Ich versuche es mit irgendeinem vorsichtigen Mittelweg. Daneben unaufhörlich die Schwere in der Brust, die negative Gedankenschleife, die permanent läuft und alle Kraft erfordert, sie in Schach zu halten. Und dabei immer noch die Mondkind zu sein, die im Laufschritt über die Flure fegt, an jeder ...