Von einem Konzertwochenende

Freitagmorgen. 
Nach einer anderthalbstündigen Frühbesprechung, in der ich immer unruhiger geworden bin weil ich so viel zu tun habe, bin ich gerade wieder auf Station angekommen und widme mich der weiteren Vorbereitung meiner Visite, als eine meiner liebsten Kolleginnen den Kopf zur Tür herein steckt. „Mondkind, wie lange bist Du eigentlich noch da?“, fragt sie. „Naja, knapp zwei Monate noch“, entgegne ich. „Ich denke die zweite Septemberhälfte werde ich dann schon überwiegend drüben sein.“ „Wir müssen uns unbedingt mal wieder treffen“, sagt sie. „Ja, finde ich auch“, pflichte ich ihr bei. Sie zieht die Tür schon wieder ein bisschen zu, als sie doch nochmal inne hält. „Kann ich Dich etwas fragen?“, setzt sie nochmal an. Ich nicke. „Kannst Du meinen Dienst am Mittwoch machen?“, fragt sie. „Theoretisch immer gern. Praktisch habe ich aber leider Spätdienstwoche und ich glaube kaum, dass jemand meinen Spätdienst will, aber rein theoretisch wäre sogar das für mich okay“, antworte ich. „Ach Du hast Spätdienst... - ja, ich muss wahrscheinlich die Oberärztin fragen, dass sie eine Mail schreibt. Mondkind, ich kann keine Dienste mehr machen. Ich bin schwanger.“ 
Zugegebenermaßen kam das unterwartet. Wir hatten vor ein paar Monaten die Diskussion, dass sie und ihr Mann über ein zweites Kind diskutiert hatten, aber sich doch noch unsicher waren. Ich freue mich wirklich für sie und muss sie erstmal umarmen. Und gleichzeitig spüre ich ein kurzes Ziehen im Herzen. 

Sie weiß es nicht, aber ich bewundere sie schon irgendwie. Knapp zwei Jahre älter als ich, auch mit einem Chirurgen zusammen und irgendwie haben die beiden es geschafft. Geheiratet, Haus gekauft, erst das erste Kind und jetzt das Zweite, daneben sind die beiden Fachärzte geworden und haben eben hier ein zu Hause gefunden. Sicher steckt dahinter unglaublich viel Arbeit. Aber irgendwie auch ein Quäntchen Glück, irgendwann mal dem richtigen Menschen in die Arme gelaufen zu sein. 

Der Freitag geht ziemlich wuselig weiter und die ganze Woche über habe ich es nicht geschafft, meinen wilden Sonntag – Tag – Dienst von letzter Woche schlaftechnisch irgendwie auszugleichen, weshalb ich quasi dauerhaft müde war. Ich dachte schon, das würde nur an mir liegen, dass sich die Arbeit die ganze Woche über so zäh und anstrengend angefühlt hat und ich habe mich immer geärgert, wenn die Oberärztin den ein oder anderen kleinen Fehler in meinem Brief gefunden hat. Allerdings war die Oberärztin so zufrieden mit dem Kollegen und mir die Woche über, dass sie uns am späten Nachmittag noch ein Eis spendiert. Na – das ist doch mal ein Wochenabschluss. 

Freitagabend musste dann eingekauft werden, die Wohnung geputzt und gepackt werden für den anstehenden Wochenendtrip. An diesem Abend hat es sich auch final entschieden, dass der Kardiochirurg auch auf diesen Kurzurlaub nicht mitkommt. Ich hatte ihm 5000 Mal erklärt, dass ein Dienst aus dem Off nicht als Ausrede zählt, aber natürlich kam wieder genau das. Irgendwie werde ich auch immer wütender. Ich habe ihn selten so viel angeschrien, wie diese Woche. 

Samstagfrüh düse ich mit Möhrchen los in die Geburtsstadt. Der Weg ist immer recht anstrengend zu fahren, aber wenn ich dann in die Altstadt rein gefahren bin und das Flussufer entlang düse, dann stellt sich ein ultimatives Gefühl von Heimat ein. 
Die Geburtstadt blieb irgendwie lange von allen Katastrophen ausgespart und eine Konstante in den Sommerferien. Unsere Oma hat sich immer um 14 wunderschöne und erlebnisreiche Tage bemüht und daran denke ich sehr gerne zurück. Da heute auch noch Fest der Dampfschiffflotte ist, gibt es wirlich kaum Parkplätze und ich fühle mich wie ein echter Insider, als ich zwei Querstraßen weiter am Gehweg parke. Das verstärkt mein Heimatgefühl nochmal zusätzlich. Ich kenne die Parkplätze die auch dann noch frei sind, wenn die Ausgeschilderten es nicht mehr sind, weil ich genau weiß, welche Wege meine Oma immer gefahren ist. 
Und dann laufe ich wieder in die Innenstadt. Vorbei an all den Sehenswürdigkeiten, von denen ich als Kind schon nicht genug bekommen konnte. Und fast sehe ich die Mondkind von damals, für die diese Stadt immer assoziiert war mit Sommer. Wir waren nie im Winter hier. Wir waren immer nur an den schönsten und hellsten Tagen hier. 
Da ich wirlich noch einiges an Zeit habe, spaziere ich noch auf die andere Seite vom Fluss und hole mir dort ein Eis an der Eisdiele, in der wir früher so oft saßen und obwohl die Eisdiele von außen wirklich hässlich aussieht, schmeckt das Eis immer noch genauso gut wie damals. 

Die Geburtstadt ist eine kleine Insel in all dem, das in der Kindheit eben auch schwierig war. Und die möchte ich mir konservieren. Es fühlt sich manchmal komisch an, hier als Erwachsene entlang zu spazieren. All die Straßen mit dem eigenen Auto befahren zu können. 
Und als ich alleine zurück gehe und die Terrasse Europas spaziere, irgendwann stehen bleibe, auf den Fluss unter mir schaue und das Hupen eines Dampfers höre, denke ich, dass ich das hier gerade gerne teilen wollen würde. Es gibt viele Kapitel aus der Vergangenheit, über die lieber Schweigen bewahrt werden sollte, aber das hier und all diese Erinnerungen hier und die Mondkind von damals sind es so sehr wert, geteilt zu werden. 

Gegen 15:30 Uhr fahre ich weiter zum Hotel, in dem ich schon mal fix einchecke, mich fertig mache und auf meine Schwester warte, die auf dem Herweg im Stau stand. 
Etwas später als geplant fahren wir dann los zur Konzertlocation und das fällt uns dann auch mächtig auf die Füße. Mir war nicht klar, dass heute Abend 2000 Leute erwartet werden, aber dass die Parkplatzsituation selbst bei weitaus weniger Besuchern knapp werden würde, war schon absehbar. Am Ende stehen wir ziemlich kamikaze – mäßig so halblegal auf einem Parkplatz, aber wären wir nochmal weiter gefahren, hätten wir es nicht mehr pünktlich geschafft. „Wenn wir eine Strafe zahlen müssen, ist es eben so“, hatte das Pärchen neben uns beschlossen und wir haben das dann einfach auch so gesehen. Wäre es wert gewesen in dem Fall. 

Und dann startete das erste Florian – Künstler – Konzert dieses Jahr. Es war ein bunter Mix durch seine Songs und wie immer eine ganze Palette Gefühl. Und irgendwie ist es am Ende doch ein Unterschied, ob man mit seinen Kopfhörern alleine durch die Wohnung tanzt, oder ob man mit hunderten Menschen um sich herum singt, während die Bässe unter den Füßen vibrieren. Es gibt immer den Chor zu „weiße Haare“ und das ist immer einer der schönsten Teile des Konzertes. „Ich wie Du“ ist bisher auch jedes Mal dabei und ich liebe diesen Song so sehr, weil er einfach gute Laune macht. Auch mit dabei war ein neuer, noch unveröffentlicher Song, der zu meiner aktuellen Lage nicht besser passen könnte. „Du fragst was ist, wenn ich fall? Ich sag, was ist wenn Du fliegst“, heißt es darin. Und „diese Zweifel kann Dir Keiner nehmen, wird noch Tausend solcher Fragen geben.“ Im Moment steht das Leben vor so viel Änderung und Umbruch, dass das einer meiner permanenten Fragen ist: Was ist, wenn ich fall? Und ich weiß, dass es auch die Möglichkeit gibt, dass alles gut geht und alles was jetzt gerade ist, ist ziemlich offensichtlich eine Sackgasse, aber mich begleitet da eben auch sehr viel Angst. Ich glaube, dieses Lied kann viel Mut machen und ich bin dankbar, dass ich einfach im richtigen Moment die Kamera an hatte und den Song jetzt komplett aufgenommen habe und ihn hier wahrscheinlich die nächsten Monate täglich wenn ich zweifle, auf Dauerschleife abspielen kann. 


Natürlich werden die Konzerte auch immer für die Liebe gebraucht. Zwischendurch gab es einen Heiratsantrag und immer bei „Kleiner Finger Schwur“ erzählt er die Geschichte, wie er auf einer Hochzeit als das Lied noch neu war, nicht erkannt wurde. Und dann sagt er auch immer, dass er auch auf Hochzeiten kommt. (Ich wird ja ne Menge Kohle dafür blechen, dass er mal auf meiner Hochzeit spielt **hust**) . Jedenfalls hat sich dann heraus gestellt, dass das Paar unmittelbar neben uns nächste Woche heiratet. Sie wurden ein bisschen ausgefragt und haben berichtet, dass sie drei Jahre zusammen sind. Und dann wurde das Lied an sie gerichtet gesungen. 
Und während wir alle mitgesungen haben und die beiden sich neben uns in den Armen lagen, habe ich festgestellt, dass der Freund und ich jetzt ziemlich genau drei Jahre zusammen sind und dass wir es nach all der Zeit nicht mal schaffen ein Wochenende zusammen weg zu fahren, ohne dass wieder Ausreden über Ausreden ausgegraben werden und am Ende ein Dienst herhalten muss, der ziemlich sicher nicht existent war, bis er den Kollegen gefragt hat, den übernehmen zu dürfen.
Der Freund hat mich letztens gefragt, wo meine Grenze in dieser Beziehung ist und vielleicht war sie da. Weil ich da ganz deutlich diese Absurdität gespürt habe, die das Ganze ist und auch, wie sehr ich ihm egal bin. Ich habe tausend Mal gesagt, dass es mir super wichtig ist, dass er mitkommt, weil wir drei Fliegen mit einer Klappe in zwei Tagen schlagen. Ich kann ihm endlich meine Geburtsstadt zeigen und es ist ziemlich egal, ob er da schon mal war oder nicht – es geht darum, dass ich ihm die Orte zeige, die für mich eine Bedeutung haben. Wir hätten zusammen aufs Konzert gehen können und auch, wenn er die Musik nicht besonders mag – aber so schlimm, dass man es nicht zwei Stunden aushalten kann, ist es auch wieder nicht. Und dann hätte er meine Oma kennen lernen können, was mir auch wichtig gewesen wäre. Gerade von den Großeltern weiß man nie, wie lange die noch hier sind und wie viele Chancen wir noch haben werden.

Nach dem Konzert muss die Location relativ rasch vom Team geräumt werden, washalb die Autogrammstunde etwas hektisch ist, aber jede „Gruppe“ darf noch ein Foto mit ihm machen. Ich nutze die Gunst der Stunde, wenn ich schon jedes Mal mit einem „Tausend – Rakten – Fan T – shirt“ ankomme und frage ihn, ob er in Paderborn Tausend Raketen spielen kann. Er hat erstmal zugesagt, was jetzt bedeutet, dass ich da tausendprozentig sein werde. Wahrscheinlich soll ich ihn vorher nochmal erinnern. Und nicht, dass hier falsche Vorstellungen entstehen: Ich bin nicht böse, wenn er es nicht macht. Die haben schon auch ihre Setlist und ihre Pläne. Aber wenn er es machen würde, wäre das wahrscheinlich einer der bedeutendsten Momente meines Lebens. 
Es war damals 2020 kurz nach dem Tod des Freundes als ich morgens in der Notaufnahme saß und auf die ersten Patienten gewartet habe. Ich habe Youtube ein bisschen durchgesrollt und nach Musik gesucht, in der ich mich gesehen fühle. Klar – es gibt Lieder über Verluste von geliebten Menschen, aber mit Keinem konnte ich mich so richtig identifizieren. Keines hat mir das Gefühl dort abgeholt zu werden, wo ich gerade war. Und dann bin ich beim Scrollen auf „Wie geht`s Dir eigentlich?“ gestoßen. Ein Video, das nur Florian Künstler beim Singen abbildet und mehr braucht dieser Song auch nicht. Weil er so ehrlich und so echt ist. „Und sag jetzt nicht ist alles gut, denn ich kenn Dich gut genug, ich wär so gerne für Dich da“, heißt es darin. Mich hat aber damals niemand gefragt, wie es mir geht und das war der Punkt, weshalb mich dieses Lied so berührt hat. Und wenig später bin ich auf eine Live – Version von Tausend Raketen gestoßen. Damals war der Song noch nicht veröffentlicht, es gab lediglich diese eine schwarz – weiße Live – Version. Und dieser Song fragt alles, was man nie laut fragt und trotzdem denkt. Schon in einer der ersten Zeilen heißt es „Und ich würde Dich fragen, ob die letzten Sekunden wirklich nicht weh tun.“ Und dann war es vorbei. Dann war klar – da habe ich gerade etwas gefunden. Denn das war damals eine der zentralen Fragen. Kein Mensch wusste, was genau in den letzten Lebensstunden des verstorbenen Freundes passiert war und ich bete bist heute, dass er es nicht bereut hat und dass es nicht weh getan hat. „Ich würde ein Jahr meines Lebens für einen Tag mir Dir geben.“ Würde ich. Ich würde auch zwei Jahre abgeben. Oder noch mehr. Einfach nochmal wir beide am Fluss. Über all das reden, das wir nicht mehr aussprechen konnten. 

Etwas ungünstig ist, dass gegenüber von unserem Hotel ein Fest ist mit Live – Musik bis zwei Uhr. Wir hätten zwar als Entschädigung für die Lärmbelästigung sogar einen freien Eintritt bekommen, aber ich war einfach todesmüde und die Nacht würde ohnehin kurz werden. 

Sonntagmorgen nach dem Hotelfrühstück sind wir dann zur Oma gedüst. Ich war nicht blöse, dass der Plan Mittag essen zu gehen über den Haufen geworfen wurde; viel Hunger hatte ich da ohnehin noch nicht und wir hatten es gemütlicher beim Quatschen. 
Wobei ich schon sagen muss, dass sie schon mal weniger in Kategorien und Schubladen gedacht hat. Karrieretechnisch hätten wir das ja schon ganz gut gemacht; meine Schwester als Oberärztin natürlich noch ein bisschen besser, aber so langsam würde sie ja schon mal Hochzeit und Kinder erwarten. Ja... - alles klar so weit. Als wäre das Leben ein permanenter Wettbewerb. 
Ihre Kommentare über die Beziehung waren dann auch wirklich wieder Permium. Ich habe ihr erklärt, dass ich den Freund gerade echt nicht verstehe, weil er so gegensätzlich kommunizert. Auf der einen Seite boykottiert er fast alles, was man irgendwie boykottieren kann, auf der anderen Seite kommuniziert er, weiterhin mit mir in einer Beziehung bleiben zu wollen. „Ich habe ihm letztens mal das Kommunikationsquadrat von Schulz von Thun erklärt“, sage ich. „Mondkind – Du kannst von einem Mann nicht erwarten, dass er mit Dir redet. So etwas machen Männer nicht“, meint sie. Puh – also es gibt Dinge, die kann ich nicht stehen lassen und irgendwie verstehe ich auch immer wieder nicht, wie ich in so einer Familie solche Ansichten entwickeln konnte. Seit wann ist es denn in Ordnung, dass Männer die studiert haben und wohl halbwegs Grips in der Birne haben gut genug sein sollen, um Akademiker zu sein, aber simple Gespräche nicht schaffen können oder sich in gesprochener Sprache, Tun und Körperhaltung mal kongruent verhalten können? Warum sollen das Frauen können müssen und Männer nicht? Warum sollte man da irgendeinen Mann in Schutz nehmen, der nicht weiß was er will, das nicht kommunizieren will oder einfach zu feige ist? 
Gegen Nachmittag reicht es dann auch wirklich und ich düse zurück. Ich brauche so viel Koffein wie selten zuvor – Energydrinks und Kaffee im Wechsel – und bin heilfroh, als ich zu Hause bin. 

Was bleibt, sind viele Fragen. 
Ich glaube, da ist über das Wochenende etwas entstanden, das nicht mehr so einfach zu kitten ist. Das nicht das übliche „Ja Mondkind, da habe ich mich eben aus Versehen verplant ist.“ 
Vielleicht war das der Moment, der den Bogen überspannt hat. Vielleicht war das zu viel „ich sehe Dich nicht und Du bist mir auch eigentlich egal.“
Vielleicht habe ich mal wieder erlebt, wie Beziehung sein kann wenn sie gut ist und vielleicht ist das Gap zu groß. Nicht, weil ich nicht meinen würde, dass es grundsätzlich nicht gehen würde. Aber weil ich zu müde von meiner Schallplatte und von seinen Ausreden bin. 

Mondkind

Kommentare

  1. Liebe Mondkind, lass dir gesagt haben, deine Ansprüche an eine Beziehung sind sicher nicht zu hoch, wie du manches Mal geschrieben hast! Das Verhalten des Kardiochirurgen bezüglich des Wochenendes und auch sonst oft, finde ich geht gar nicht. Die Basis einer funktionierenden Beziehung sollten zumindest funktionierende Kommunikation und Absprachen sein. Ich würde das Verhalten von ihm auch als toxisch beschreiben. Auf der einen Seite dich so„verhungern“ lassen, sich nicht mehr zu melden, keine schönen gemeinsamen Momente zu schaffen und vielleicht auch über Trennung zu sprechen. Wenn du dann an dem Punkt bist dass du wirklich nicht mehr so kannst kommt dann von ihm auf einmal wieder ein kleiner Schritt auf dich zu, sodass du doch wieder Hoffnung schöpfst. Ich denke deine Hoffnung dass sich eure Beziehung nochmal komplett zum Guten ändert ist vergebens. Menschen verändern sich Meiner Meinung und Erfahrung nach nicht so grundlegend. Ich wünsche dir, dass du es schaffst dich von dem Kardiochirugen zu lösen. Und dass du dann die Möglichkeit hast auch wieder neue Menschen kennenzulernen und jemanden zu finden mit dem du eine Wertschätzenden Beziehung führen kannst mit guten Gesprächen. Ich wünsche Dir ganz viel Kraft und Mut für Alles was vor Dir liegt. Fühle dich gedrückt!

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    1. Ich kann dem nur zustimmen. Möchtest du wirklich mit dem Kardiochirurgen eine Familie gründen ? Da ist Katastrophe vorprogrammiert und du stehst dann alleine da mit Kind. Vielleicht solltest du auch erst deine eigene Psyche stabilisieren, bevor du über Nachwuchs nachdenkst?

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  2. Ich denke hier spiegeln sich wieder alle Inhalte der zwei kürzlichen, sehr stark kommentierten Einträge. Du hast Werte und Ziele, aber du handelst auf der Ebene der Beziehung nicht nach deinen Werten und Zielen (im ACT Modus würde dein Comittment fehlen).

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