Reisetagebuch #3

Samstag. Ich bin schon wieder früh wach. 
Der Tag beginnt mit einem Hotelfrühstück. Danach lade ich meine Sachen wieder ins Auto und knapp drei Stunden Fahrt bringen mich dann an die Küste der Niederlande. 

Wir haben schon ab dem ersten Tag die Fahrräder dazu gebucht und meine Schwester kennt die Wege in die Stadt noch. Ich frage mich, wie das geht nach den ein oder zwei Mal, in denen wir hier waren. 
Wir waren doch oft hier, belehrt sie mich. Einige Jahre. Ich weiß ganz sicher nichts von einigen Jahren. 

Als wir zurück sind, schaue ich die Fotoalben auf meinem PC durch. Und tatsächlich – es waren mehrere Jahre. Nur habe ich daran absolut keine Erinnerungen. 

Am Abend düsen wir nochmal in die Innenstadt. Stellen die Fahrräder an der Promenade ab, schlendern nochmal durch die Stadt und überlegen, wo wir vielleicht mal essen gehen könnten. Meine Schwester möchte noch ein Eis essen und da mein Eiscount dieses Jahr erst bei Eins ist, machen wir das auch noch. 
Und dann stehen wir am Meer, während die Sonne langsam tiefer steht, über uns kreischen die Möwen und eigentlich sollte es sich doch nach Urlaub anfühlen.
„Irgendwie ist da absolut gar kein Urlaubsfeeling“, sage ich in die Stille. „Es war ja auch nicht so geplant“, entgegnet meine Schwester. Ich stelle mir kurz vor, wie das jetzt wäre, wenn die Boys auch hier wären. Wenn wir statt eines Hotelzimmers ein Bungalow gemietet hätten. Wenn wir heute Abend alle zu Viert hier an der Promenade wären und alle zu Viert mit dem Fahrrad hier entlang düsen würden und alle zu Viert morgen in den Nationalpark fahren würden, ans Vogelmeer und die Rehe, Hasen, Wildpferde und Bisons suchen würden. 
„Es ist halt eine Alternative“, sage ich. Und das spürt man. Mit jeder Faser des Körpers. Und ich frage mich, ob ihm klar ist, wie sehr das verletzt, dass Abmachungen nicht eingehalten werden. „Eigentlich bin ich echt wütend, dass der Kardiochirurg jetzt meint, er kann die ganze Woche arbeiten gehen, obwohl wir zusammen überlegt hatten, dass wir gemeinsam Urlaub nehmen, um gemeinsam etwas zu machen.“ Er kann sich seinen Urlaub noch für bessere Zeiten aufsparen, während ich jetzt eben hier bin, aber viel lieber arbeiten gehen würde. Eigentlich ist es nur ein Aus- und Durchhalten, aber so weit führe ich das jetzt nicht aus. Es will immer noch jede Faser in mir lieber sterben, als dieses Leben weiter leben zu müssen. 


Ich denk nochmal an vorhin. Es ist schon irgendwie merkwürdig, dass ich mich an so Vieles nicht mehr erinnern kann. Ich weiß schon, dass aus den jungen Jahren viel verloren gegangen ist, aber so klein waren wir da nicht mehr. 11. Klasse bis Anfang vom Studium. Ich weiß wirklich nicht mehr, als dass wir an diesem Ort waren. Als Fakt. Nicht als irgendein Bild, das ich da vor Augen habe. 
Und dann denke ich nochmal an den Termin bei Frau Therapeutin Ich habe ihr gesagt, dass ich es nicht verstehe, wie man so müde vom Leben sein kann. Und wie man schon mit elf der Meinung gewesen ist, zu müde für dieses Leben zu sein. Und, dass doch nichts Schlimmes passiert ist in meinem Leben. Das sieht sie anders. 
Auf dem Rückweg fahren wir unter einer geöffneten Schranke durch. „Weißt Du noch, als der Mama mal die Schranke auf den Kopf gefallen ist?“, fragt meine Schwester. Und manchmal gibt es so Momente, in dem einen diese Geschichten wieder einfallen. Die waren in meiner Wahrnehmung damals nichts Großes, irgendwie erwartbar und irgendwie lief es auch immer gleich. Man dachte ich sei Diejenige, der die Schranke auf den Kopf gefallen ist und ist einfach weiter gefahren und erst als raus kam, dass es die Mama ist, wurde umgedreht und sich gekümmert. 
Und ich glaube, das war der Punkt. Ich wollte nicht mehr da sein, weil ich nicht nur egal war, sondern auch immer der Sündenbock für alles war. Wenn irgendetwas schief lief, dann war es zuerst ein Mal ich. Und darum musste man sich schon mal überhaupt nicht kümmern. Wie es mir damit ging, war absolut und komplett egal. Und das lief eben systematisch so ab. Das waren keine Einzelsituationen. Und trotzdem wäre ich damals im Traum nicht auf die Idee gekommen, so etwas anzusprechen, weil ich es überhaupt nicht in Frage gestellt habe.

Beim Abendessen im Hotelzimmer geht die Sonne dann wirklich unter. Die Wolkenlagen hängen auf bizarre Weise übereinander. Und mir fällt ein, dass der Kardiochirurg mir früher manchmal Wolken erklärt hat. Das fand ich immer schön, ich mag Wolken nämlich. „Ich weiß bis heut nicht warum`s Wolken gibt – und wer hat sie da oben für uns hingehängt“, kommt mir ein Songtext von Johannes Oerding in den Sinn. Ein Song über das Erinnern, an die Menschen, die nicht mehr bei uns sein können, sobald man Wolken sieht. Ich denke an den verstorbenen Freund. Dieder Ort hier war mal eine vage Idee für Urlaub Anfang 2020, vor Corona und vor seinem Tod. Wenn wir endlich genug Geld für Urlaub haben würden, weil ich ja seit ein paar Monaten gearbeitet habe. Wir haben es nie zusammen erlebt. „I`ve lost all my future memories“, hat mal jemand gesagt und irgendwie fand ich das sehr passend. 

Der Tag ist zu Ende. Und irgendwie spürt man das Fehlen zu jeder Sekunde mit jeder Faser des Körpers. Und manchmal frage ich mich schon, was das Gegenüber sich so denkt, wenn man so oft sagt, wie sehr man sich den Partner an der Seite wünscht, wie sehr man leidet, weil das nicht so sein kann und dass genau das der Grund ist, warum Urlaub wieder kein Urlaub ist. Aber ja... - auch an der Stelle ist man wieder egal. Und ich glaube – vielleicht ist es ein dummer Zufall, dass ich dieselben Erfahrungen immer wieder mache; vielleicht auch nicht – aber in jedem Fall wiederholt sich dasselbe immer und immer wieder. Auch dem Freund bin ich  zumindest nicht wichtig. Es stört ihn gar nicht, wie es mir mir der Situation geht – mehr als dass er logischerweise irgendwann am Tag mal aufgestanden ist, höre ich trotz mehrfacher Fragen und Fragezeichen nicht. Und ich spreche ja nicht chinesisch. 

Mondkind 

Kommentare

  1. Ich denke nicht, dass es Zufall ist, dass du immer wieder die gleichen Erfahrungen machst. Ein Problem ist, dass du immer wieder in die gleichen Situationen gerätst, gleich handelst und dir wünscht, dass endlich ein anderes Ergebnis heraus kommt. Das funktioniert so aber in der regel nicht. Wenn du dir ein anderes Ergebnis wünscht, muss du dich trauen, etwas anders zu machen.

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    1. Aber eine Frage, die ich mich schon frage ist, wie ich denn immer wieder in solchen Beziehungen lande. Die letzten beiden liefen jetzt ehrlich gesagt sehr ähnlich und ich bin beide Male "in den Menschen rein gerannt." Wir kannten uns vorher nicht, wir wussten nicht wie der andere tickt und bei beiden Malen hat sich heraus gestellt, dass das Gegenüber kein großes Bindungsbedürfnis hat, sehr freiheitsliebend ist und sämtliche Versuche interne Verbindlichkeiten in der Beziehung aufzustellen torpediert hat, wenn es auch nur danach gerochen hat.
      Ich bin ja schon froh, dass ich den verstorbenen Freund hatte, ansonsten würde ich sicher noch viel mehr daran zweifeln, ob meine Ideen so abstrus sind

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    2. Natürlich hast du diese Menschen erstmal zufällig kennengelernt. Aber sich an diese so intensiv zu binden und eine engere Beziehung eingehen wollen trotz einer Art „Unerreichbarkeit“ des Anderen und Erfüllung deiner Bedürfnisse ist in dir verankert. Du landest dort, weil du dort hinsteuerst. Das die Insel im Ozean auftaucht (wie viele Menschen in einem Leben) ist Zufall, ob du an Land gehst und wie lange du dort bleibst, das ist deine Entscheidung. Und das Muster, die Persönlichkeit oder Psychologie, die bei dir dahintersteckt, warum du dich in dieser Art Beziehung wiederfindest ist in dir. Und die Antwort, warum du dir das antust über Jahre, und obwohl alles auf Trennung hindeutet nicht schaffst dich zu lösen. Stattdessen nimmst du lieber das Bekannte Hoffen auf kleine Momente in kauf, die schön sind und viele Momente, in denen es dir schlecht geht und du dich nicht gesehen fühlst. Warum hast du so Angst davor das zu lösen? Was lässt dich an dieser Art der Selbstaufgabe und Destruktion festhalten? Weil aktuell erscheint mir diese als Primärquelle von Depression und Suizidalität.

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    3. Da muss ich sicher nochmal drüber nachdenken / im therapeutischen Setting drüber reden. Ein Teil davon sicher - siehe unten.
      Ich kann halt ganz schlecht mit keiner oder unklarer Kommunikation. Klar - irgendwann sollte ich das vielleicht als ein "Nein" interpretieren, aber ich glaube, ich bin mir da auch immer unsicher. Wenn jemand sagt "eigentlich will ich eine Beziehung", sich in meinen Augen aber absolut nicht verhält, als wollte er das, dann frage ich mich schon immer noch, ob meine Ansprüche einfach zu hoch sind. Er zum Beispiel findet das überhaupt nicht wichtig, ein Mal am Tag zusammen zu essen, vorzugsweise am Abend. Das ist für mich aber existenziell wichtig, weil man hier jeden Abend direkt zusammen sitzt, den Tag besprechen kann, ein bisschen planen kann, mal schauen kann, wo jeder mit seinen Gedanken und Gefühlen ist. Aber ich weiß nicht, ob es zu viel ist und es wurde bei ihm zu Hause früher - das habe ich jetzt verstanden - auch gar nicht so gelebt.
      Und das sind alles solche Dinge, wo ich mich auch in Frage stelle und mich auch frage, ob das denn beim nächsten Partner zum Beispiel anders werden würde. Und wahrscheinlich hat man gerade auch in meinem Alter, wo ja jeder schon ein Teil seines Lebens hinter sich hat und eingeschliffene Routinen und Vorstellungen hat, immer wieder solche Reibungspunkte.

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    4. Natürlich hat jeder aus seinem Aufwachsen Prägungen und Verhaltensweisen kennengelernt. Aber genauso orientiert sich keder nach dem Ablöseprozess auch neu und in einer Partnerschaft werden Bedürfnisse miteinander abgeglichen und geschaut, wie es für beide gut ist. Das finde ich bei euch recht mangelhaft ausgeprägt. Und es gibt viele Menschen, denen gemeinsame Mahlzeiten oder Rituale und Zweisamkeit wichtig sind. Aber auch Menschen, wo das nicht zutrifft. Was wiederum die Frage aufwirft warum ihr beide in einer Beziehung bleibt die Stress auslöst und eire Bedürfnisse nicht erfüllt? Und wenn du das mit Partnerschaften von FreundInnen abgleichst wirst du das doch auch feststellen

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  2. Was mir beim Lesen auffällt, ist, dass du häufig von konkreten Ereignissen sehr schnell zu allgemeinen Aussagen wie „ich war egal“ oder „ich bin niemandem wichtig“ kommst. Das sind sehr große Schlussfolgerungen, die aus meiner Sicht nicht zwangsläufig aus den beschriebenen Situationen folgen. Gefühle sind real, aber sie sind nicht immer ein verlässlicher Beweis dafür, wie andere Menschen tatsächlich über uns denken oder gehandelt haben.

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    1. Das stimmt, da hast Du Recht. Da kann ich mir vielleicht mal Gedanken drüber machen, dass ich mich da ein bisschen stoppe in solchen Dingen

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  3. Ich stimme den vorherigen Kommentaren zu. Es ist ein emotional sehr instabiles Muster mit vorrangig äußeren Einflüssen auf dein Befinden und Bewertungen von Situationen. Warum ist ein Urlaub nur Urlaub, wenn er mit Partner ist? Vor allem wenn ihr bisher nie einen guten hattet und du seit Ewigkeiten hier schreibst, dass er nicht mit dir plant. Auch wenn es hart klingt: entweder du duhldt dich darin und tust dir selbst Leid, bleibst in dem Muster aus ich dühle lich nicht gesehen - Eskalation - Verlass mich nocht! Oder du traust dich einen Schritt weiter. Ansonsten wird sich davon wenig ändern und mit der Zeit und den Möglichkeiten die du hast, kannst nur du etwas anfangen und Veränderungen anstreben. Und kurze Rückversicherung bei einem Oberarzt oder einer Therapeutin und dann gehst du wieder in die gleichen Muster zurück (so liest sich das hier).

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    1. Naja... - natürlich ist ein Urlaub per se nicht nur ein Urlaub, wenn er mit dem Freund statt findet. Ich habe ihm auch schon hundert Mal gesagt, wenn er gerne mal ohne mich zum Paragliden will, dann kann er das gerne machen, aber dann hätte ich das halt bei der jährlichen Urlaubsplanung gern gewusst. Entweder ich mache mir dann alleine eine schöne Woche und plane da zum Beispiel die Studienstadt - Tour oder fahre mit meiner Schwester weg, aber wenn es als gemeinsamer Urlaub geplant war, für den gemeinsam Urlaub beantragt wurde auf der Arbeit, dann finde ich das nicht in Ordnung, wenn der andere dann ohne Begründung abspringt. Ich habe das tausend Mal versucht mit ihm zu besprechen und da kam nie eine valide Aussage.
      Was "Rückversicherung" anbelangt bin ich mir nicht sicher, ob ich dieses Wort wählen würde. Die bestärken mich beide nicht in dieser Beziehung, "halten das aber mit aus", wenn man es so formulieren möchte.

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    2. Und wieso machst du das "tausend Mal"mit?

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    3. Aber warum hälst du das immer wieder aus? Rezidivierende Krisen, die sich hier immer wieder gleich lesen. Und du schaffst es bisher nicht aus diesem Kreislauf auszubrechen. Und im Mittelpunkt steht da für dich immer das Gesehen werden und Beziehung zu Mitmenschen insb. Dem Kardiochirurgen. Es gab keinen Eintrag hier, wo man mitliest und denkt, wie schön - eine wertschätzende Beziehung. Also, warum hälst du das aus, lässt andere es mit dir aushalten? Und ich glaube solange du nicht gewillt bist, da etwas zu ändern wird sich auch an dem Kreislauf aus Beruhigung - nächste Krise mal weniger mal mehr kritisch ändern. Und wenn du dich selbst als Patientin von außen betrachtest, denkst du das dann nicht auch? Hast du schonmal überlebt dir eine systemische Psychotherapie zu suchen?

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    4. Du hast ganz klar vor Augen : du willst deine eigene kleine, heile Familie erschaffen, koste es was es wolle. Möglichst jetzt. So einfach ist das nicht. Hast du mal darüber nachgedacht ob ein Kind aktuell gut in dein Leben passen würde ? Schließlich hadt du sehr viel mit dir selbst zu tun. Und bei dem Kariochirurgen zu bleiben nur dass er als Vater gerade irgendwie da ist...finde ich schon fahrlässig auch drm Kind gegenüber, was vielleicht mal entsteht.

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    5. Naja, das Ding ist, dass es ja schon mal anders ging und ich wüsste gern, was in seiner Wahrnehmung dazu geführt hat, dass es so läuft. Klar möchte ich gesehen werden als Freundin. Und auch ein "Ich habe da gerade andere Pläne Mondkind, aber lass uns mal schauen, wo wir eine Alternative finden", reicht ja auch mal. Es dreht sich halt glaube ich immer nur so auf, wenn dann auf meinen Hinweis, dass ich mich nicht gesehen fühle, noch mehr "nicht sehen" kommt. Ich glaube, wenn es Erklärungen für das alles gäbe, die über ein "ich will halt nicht" hinaus gehen - und auch, wenn die Erklärung eben sein würde "Mondkind, ich liebe Dich nicht mehr und kann es mir nicht vorstellen, mit Dir eine Zukunft zu verbringen", dann wäre das schmerzhaft, aber vielleicht auch irgendwann mal okay - wahrscheinlich nach ein bisschen Krisenintervention. Aber dieser Eiertanz von "Naja Mondkind, eigentlich will ich ja dasselbe wie Du und eigentlich will ich auch eine funktionierende Beziehung, aber ich habe keine Begründung, warum ich dann keine Zeit mit Dir verbringen will", das macht mich halt so wahnsinnig. Und ich weiß schon, man kann auch das ganze Verhalten als ein "nein" deuten, aber wenn er dann doch immer sagt, "eigentlich will ich ja, aber...", dann bin ich irgendwie die ganze Zeit dabei, mich mit diesem "aber" auseinander zu setzen. Vielleicht muss man aber auch wirklich damit lernen zu leben, dass es nicht für alles im Leben Erklärungen gibt.

      Naja... - also Kinder ja und eigentlich war auch nach dem FA geplant, aber jetzt geht es halt nicht; das ist mir schon klar. Gerade jetzt, wo ich wieder umziehe, unter der Woche weit weg bin und nur am Wochenende hier sein werde. Ich möchte auch definitiv nicht schwanger in einer Fernbeziehung sein. Das Thema Kinder hat sich jetzt für die nächsten drei bis fünf Jahre erstmal erledigt, außer wir sind uns ganz sicher und ich ziehe hierher zurück und suche eine Stelle in der Nähe. Und ehrlich gesagt - was mich ein bisschen gewundert hat - er kann super gut mit Kindern. Überall wo Kinder im Spiel sind, wird er gefühlt zu einem anderen Menschen. Da geht es dann nur wieder um das Thema Verantwortlichkeiten. Ich habe auch schon gesagt, dass ich gar kein Problem habe, dann erstmal Elternzeit zu nehmen und danach Teilzeit zu arbeiten. Aber ich möchte irgendwann den zweiten FA machen - wenn auch langsamer. Wir müssen also einen Weg finden, dass jeder seine Karriereziele noch verfolgen kann und wir trotzdem dem Kind gerecht werden. Aber das ist ein Spagat in der Medizinerwelt, darüber habe ich schon viel gehört und gesehen und sicher nochmal ein ganz eigenes Thema, zu dem man aber natürlich ein Konzept haben sollte, bevor man das Kind bekommt.

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    6. Ganz ehrlich ich verstehe nicht, wie du aus der Beziehung heraus die du führst überhaupt an Kinder und eine Zukunft mit diesem Menschen planen kannst. Das klingt in Anbetracht deiner Einträge hier und Bedürfnisse einfach absurd.

      In einer anderen Beziehung bestimmt, aber so wie es zwischen euch ist ...

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  4. Da stellt sich mir die Frage nach der Sinnhaftigkeit von Therapeutin und Oberarzt, denn ganz ehrlich redest du nicht mit ihnen. Man hat den Eindruck als erzählst du ihnen das was du denkst was sie hören möchten um eventueller Kritik aus dem Weg zu gehen ?
    Zumindest liebstes sich so.

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    1. Ich will es mal so sagen: Ich meine, man hat in jeder Situation auch immer ein bisschen eine Verantwortung. Letzten Endes gibt es Dinge, die kann und werde ich beiden nicht vor die Füße werfen. Das heißt ja aber nicht, dass ich nicht formulieren kann, dass manche Situationen erwartbar schwierig werden und dann geht es mir eigentlich darum, dass wir zusammen ein Konzept erarbeiten können, das helfen kann. Und das ist ja auch das, was ich von denen will. Was ich da in meinem Kopf für Szenarien habe was passiert, wenn das nicht klappt, brauchen die doch erstmal gar nichts zu wissen, weil es an der Situation an sich erstmal nichts ändert.
      Ich denke schon, dass ich gut formulierte Kritik da auch annehmen könnte und wie schon gesagt - die hauen mir schon beide die Beziehung um die Ohren, der Oberarzt noch mehr als die Therapeutin, die ich ja auch einfach super selten sehe, aber denen ich schon auch bewusst, dass es Gründe geben wird, warum ich da nicht raus komme. Jetzt ist der Oberarzt kein Psychologe, der kann ja nur "einfach da" sein, wofür ich ihm schon sehr dankbar bin. Mit Frau Therapeutin könnte man vielleicht etwas mehr erarbeiten, aber wenn man sich drei bis vier Mal im Jahr sieht, ist das auch eher schwierig...

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  5. Hallo Mondkind, ich hatte Dir einen Kommentar geschrieben, und ihn, weil er lang geworden ist, an die Mailadresse geschickt. Du musst nicht antworten oder so - nur zur Info, falls Du da nicht rein guckst.
    Viele Grüße!

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    1. Hey,
      war das der Kommentar mit den in der Summe zwei Mails? Ich habe es gelesen und hatte auch schon geschrieben, dass ich mich damit noch auseinander setze - ich hoffe die Mail ist angekommen. Ich versuche das heute zu schaffen - die letzten Tage waren mit dem Urlaub dann doch noch etwas dicht, aber ich möchte mich auf jeden Fall mit allen Kommentaren auseinander setzen, wenn sich schon jemand so viel Zeit für mich nimmt ;)

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