Vom Studieren, Verantwortung und Therapieplanung
„Okay, wir kommen runter neben die Kirche…“ Mit einer Handbewegung deutet mir mein Gegenüber an, die Notizen und das Neuro – Buch von seinem Tisch zu nehmen, dann machen wir uns – er noch am Telefon – auf den Weg durch den Campus. Wenig später sitzen die Frau vom Qualitätsmanagement, der Oberarzt und ich in einem kleinen Büro neben der Kirche und versuchen mit meinen Skizzen das Programm zu füttern, sodass mein Flowchart vom Papier nach und nach ins System kommt. Das Telefon des Oberarztes klingelt ununterbrochen. „Ich muss los. Ruft mich an, wenn Ihr fertig seid…“ Knapp zwei Stunden später steckt er mit einem Kaffee für uns bewaffnet wieder den Kopf zur Tür herein. Ich bin gerade noch dabei eine Quelle einzufügen. „Das findet der Chef sehr wichtig mit den Quellen…“, werde ich belehrt. „Naja, die Studie ist von Mai 2020, das wird ihn erfreuen…“, entgegne ich und gratuliere mir insgeheim, so viele Studien gelesen zu haben in den letzten beiden Tagen. Wenig später muss ich noch mein...