Psychosomatik #13 Erleichterung
Samstagmorgen. Der Wecker schmeißt mich um kurz vor acht aus dem Schlaf. Es fühlt sich an, als wären Tonnen von Last von meinen Schultern gefallen. Endlich. Es hat viel zu lange gedauert. Eigentlich war es schon für den Donnerstag geplant, der leitenden Psychologin meinen Teil in der Geschichte um den Tod des Freundes zu erklären. Aber so wie das immer ist, haben Leute in der Position grundsätzlich einen erheblichen Zeitmangel. So auch sie. Deshalb hat das alles etwas frustrierend geendet. Ich konnte ihr das einfach nicht verständlich machen. Auch, wenn ich vorher gut geübt habe, was ich sagen wollte (der ehemalige Herr Kliniktherapeut fand es mal ziemlich amüsant, als ich ihm erklärt hatte, dass ich vorher stundenlang das Zimmer auf und ab laufe und übe, was ich sagen möchte, damit es auch unter Stress geht) und den Text zusätzlich noch handschriftlich mitgebracht habe für den Fall, dass es doch nicht klappt. Freitag. Therapiegruppe. Mein Plan war es zumindest einen Bruchteil von d...